Osteoporose – Was kann man gegen Knochenabbau tun?

Wenn Knochen mürbe werden

Östrogen ist für eine Vielzahl von Funktionen und Prozessen im Körper verantwortlich. Doch ab dem 40. Lebensjahr sinkt der Östrogenspiegel einer Frau. Das beeinflusst auch den Kalziumhaushalt, dem wichtigsten Baustein von Knochen. Mehr als sechs Millionen Menschen leiden in Deutschland an Osteoporose, die Mehrheit davon ist weiblich. Die Knochen werden schwächer, poröser und anfälliger für Brüche.

 

Risikofaktor Übergewicht?

Übergewicht ist ein Risikofaktor für eine Vielzahl von Erkrankungen. Lange Zeit ging man jedoch davon aus, dass übergewichtige Frauen ein geringeres Risiko für Osteoporose aufweisen, da Fettzellen auch zu einem gewissen Teil Östrogen produzieren können. In einer amerikanischen Studie wurde jedoch berichtet, dass Frauen mit einem hohen Bauchumfang verstärkt zu einem Rückgang der Knochendichte neigten. Nach Meinung der Wissenschaftler scheint dafür das viszerale Fett am Bauch verantwortlich zu sein, das sich auf Kosten von Muskelmasse entwickelt. Zusätzlich erhöht jedes Kilogramm zu viel auf den Hüften den Druck auf das Knochengerüst und belastet eben dieses.

 

Kalzium und Vitamin D

Ein gesundes Körpergewicht ist zwar wichtig, von Radikaldiäten raten Experten jedoch ab. Jede Diät sollte wohldurchdacht sein und mit Köpfchen ausgeführt werden. Um Gewicht zu verlieren, sollte man also keinesfalls hungern, sondern eine kalorienreduzierte Ernährungsform wählen, die den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Eine Schlüsselrolle in der Ernährung spielt Kalzium, denn mit zunehmendem Alter wird der Mineralstoff immer weniger im Skelett eingelagert. Damit dieser vom Körper aufgenommen werden kann, ist Vitamin D und damit der regelmäßige Aufenthalt unter freiem Himmel nötig.

 

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Milchprodukte und Seefisch

Den Abbau der Knochendichte kann man mit der richtigen Ernährung beeinflussen, indem man täglich zwischen 1000 und 1500 mg Kalzium zu sich nimmt. Besonders reich an dem Mineralstoff sind Milch und Milchprodukte, aber auch viele Gemüsesorten wie Salat oder Brokkoli. Einen hohen Anteil an Vitamin D haben Sardinen, Thunfisch, Eier und Pilze. Um den Körper besonders in der dunklen Jahreszeit in ausreichendem Maße mit Vitamin D zu versorgen, sollte man bis zu 4x die Woche Fisch essen.

 

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Hormonersatztherapie in Betracht ziehen

Um einen erhöhten Mangel an Östrogen auszugleichen, raten Mediziner in einigen Fällen zu einer Hormonersatztherapie, die den Knochenschwund bei postmenopausalen Frauen nachweislich aufhalten kann. Zwar lässt sich so der übermäßige Knochenabbau verhindern, doch die Verabreichung des Sexualhormons wird kritisch betrachtet: Besonders Frauen mit erhöhtem Risiko für Brustkrebs, Thrombosen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten sich über die Nebenwirkungen im Klaren sein, denn Östrogen gilt als Risikofaktor für diese Erkrankungen.

Bildnachweis: Pixabay / Textnachweis: medicalpress.de

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