Archiv der Kategorie: Duftwissen

Flakon

Der Flakon (auch „das“ Flakon) ist ein meist aus Glas geschliffenes Gefäß, das hauptsächlich zum Aufbewahren von Parfüm genutzt wird.

Die Ägypter entdeckten ca. 2000 Jahre v. Chr. die Herstellung von Glas. Im Laufe der Jahre lernten sie daraus Gefäße herzustellen, welche Flüssigkeiten beinhalten konnten. Die Schalen, Kolben und Flakons bekamen unterschiedliche Formen und wurden mit Ornamenten verziert. Die ägyptischen Parfümflaschen sind auch heute noch wunderschöne und außergewöhnliche Behältnisse für edle Düfte*.

 

Auffällig & schön

Mit ihren Formen und Farben aus 1001 Nacht begleiten sie uns auf eine Reise durch den Orient und verleiten uns zum Träumen. In der Belle Époque (ca. 1884 bis 1914) wurde Parfüm zum Luxusartikel und seit dieser Zeit in edlen Flakons aufbewahrt. Heute gibt es unter den Parfümflakons viele verschiedene Formen und Farben. Um das Interesse bei den Kunden zu wecken, suchen die Designer nach immer raffinierteren Kreationen. Viele ausgefallene Flakons können deshalb auch als Wohnaccessoires in dafür ausgesuchten Vitrinen oder als Dekoration im Badezimmer genutzt werden. Auffällige und schöne Parfümflakons bietet Jean Paul Gaultier. Seine Torsos haben einen hohen Wiedererkennungswert. Auch Lolita Lempicka bezaubert uns mit romantischen Flakons. Bei Thierry Mugler oder Vivienne Westwood fallen die exzentrischen Ausführungen besonders ins Auge.

Bildnachweis: Hallgerd – Fotolia / *Werbelinks

Duftorgel

Die Duftorgel ist eine Vorrichtung zum Erzeugen von Gerüchen und Düften.

Im Inneren der Duftorgel befinden sich kleine Glasflaschen mit den Duftnoten von Blüten, Kräutern und Hölzern. Diese sind aufgereiht wie die Pfeifen einer Orgel. Der Parfümeur betätigt die Tasten wie ein Musiker, der auf einer Orgel spielt. Wie die Töne eines Musikstückes dringen hierbei die verschiedenen Düfte nach außen. Der erste Entwurf einer neuen Duftkreation entsteht mit Hilfe des Computers. In der Duftorgel befinden sich bis zu 2.000 verschiedene Riechstoffe. Mit diesen kreiert der Parfümeur ein harmonisches Duftbild. Aus diesem Duftbild zaubert er seine neue Duftkreation*.

Bildnachweis: Aleksandr Fedyunin – Fotolia / *Werbelinks

Factice

Die überdimensionale Nachbildung eines Parfümflakons nennt man Factice.

Die Facticen werden von den Parfümerien gerne zur  Dekoration verwendet. Die Dekorationsflakons sind bei Sammlern sehr begehrt. Seltene Facticen werden bis zu mehreren hundert Euro gehandelt. In den Flakons befindet sich die gefärbte Facticenflüssigkeit und „kein“ Parfüm* des jeweiligen Herstellers.

Bildnachweis: Carlo D´Angelo – Fotolia / *Werbelinks

Duftpyramide

Der Duft eines Parfüms wird in 3 Phasen aufgeteilt.

Die einzelnen Bestandteile eines Duftes haben zeitlich verschiedene Wahrnehmungsphasen und werden als Verlauf bezeichnet. Diese drei unterschiedlichen Phasen sind harmonisch aufeinander abgestimmt. Der Verlauf geht fließend ineinander über. Die Kopfnote bildet die Spitze der Duftpyramide. Der mittlere Teil wird als Herznote bezeichnet. Der eigentliche Charakter eines Duftes findet sich in der Basisnote wieder. Eine Ausnahme macht der Unisex-Duft Jean Paul Gaultier Gaultier². Dieses Eau de Parfum beinhaltet lediglich eine Kopfnote und eine Basisnote. Auch Eau de Cologne und Splash Eau de Cologne weichen häufig von der üblichen Duftpyramide ab. Diese setzen sich nur aus der Kopfnote und der Herznote zusammen und beinhalten hauptsächlich Zitrusdüfte*.

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