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Sexy smells – Düfte die anmachen!

Sexy smellsManche Menschen, denen wir begegnen, tragen einen so faszinierenden, betörenden Duft, dass wir gar nicht lang genug in ihrer Gegenwart sein können, nicht oft genug an ihnen vorbeilaufen können, um diesen atemberaubenden Duft regelrecht einzuatmen. Ja, das haben einige Düfte an sich. Sie betören uns, fesseln uns, nehmen uns mit in eine andere Welt. Mit Düften verknüpfen wir Schönes, Schreckliches, Situationen, Personen, Gefühle. Der Duft ist für die Nase wie die Musik für die Ohren: ein Zauber aus 1 Millionen verschiedenen Facetten. Der Geruchssinn ist der wahrscheinlich empfindlichste unserer Sinne.

 

Biologen fanden schon vor Jahren heraus: auch bei der Partnersuche spielt der Geruchssinn eine entscheidende Rolle: „Jeder Mensch hat einen ganz eigenen, einmaligen Körperduft. Wir nennen es auch den Olfaktorischen Fingerabdruck“, erklärt Professor Hanns Hatt, Riechbuch-Autor und Neurophysiologe an der Ruhr-Universität Bochum. „Diesen Eigengeruch legt unser Erbgut fest. Je ähnlicher die Gene zweier Menschen sind, desto ähnlicher ist auch ihr Duft. Je stärker sich der Eigengeruch eines potentiellen Partners von dem eigenen unterscheidet, desto interessanter ist dieser Mann für eine Frau“, so Hatt. Wen wir sexy finden, bestimmt also mitunter auch der Geruch eines Menschen.

 

Als Frage stellt sich nun, welche Düfte die Anziehung einer Frau auf einen Mann beeinflussen. Orientalische Düfte gelten als „Verführer“ schlechthin. Besonders die Duftnoten der Jasmin und Ylang-Ylang sollen stimmungsaufhellend und entspannend wirken. Jasmin betört dabei die Sinne mit ihrer fruchtigen Süße, ebenso strahlt Ylang-Ylang eine blumige Süße aus, die eine feminin weiche, erotische Ausstrahlung zur Folge für ihre Trägerin hat. In vielen Duftvariationen spielen auch Duftnuancen aus Hölzern, Harzen und Gewürzen wie Zimt oder Nelke eine wichtige Rolle, jedoch gehören sie nur selten zur Hauptnote.

Senior Parfümeur bei Symrise Marc vom Ende hat sich Gedanken darüber gemacht und erklärt auf die Frage, welche Düfte Männer besonders anziehend und sexy finden: „Jeder Mann fühlt sich natürlich von ganz unterschiedlichen Duftnoten angezogen. Das hängt sehr von seinen persönlichen Vorlieben ab. Einen gemeinsamen Nenner sehe ich rund um den Globus bei pudrigen Duftnoten. Sie gelten als besonders sinnlich. So bezaubern vor allem Vanille, Tonka und auch heliotrope Düfte die Herren aus aller Welt.“ Die Note Heliotrop wird aus Heliotropin, einer Essenz aus dem Sassafrasbaum (Sassafras albidum) gewonnen und wird hauptsächlich in der Parfümerie und bei der Herstellung von Seifen verwendet. Das Duftprofil ist pudrig, etwa wie Vanille-Meringue mit Mandeln. Übrigens: Das essentielle Öl der Vanille enthält eine kleine Menge Piperonal (Heliotropin) als natürlichen Bestandteil.

 

Heliotrope und pudrige Düfte sind also die klassischen „Verführer“ unter den Frauendüften. Auch Moschus und Amber zählen sicherlich zu den bekanntesten der aphrodisierenden Duftnoten. Der süße Duft von Moschus steckt in fast allen Parfüms, in vielen lediglich als Unternote, der kaum wahrgenommen wird. Als Fixateur sorgt Moschus hier dafür, dass der jeweilige Duft länger auf der Haut haftet. Moschusduft verbindet sich sehr gut mit der Haut und entfacht dabei eine anziehende Wirkung. Das verwundert nicht, wenn man den Ursprung dieser Duftnote betrachtet: Moschus wird als Pheromon in der Sexualdrüse des asiatischen Moschushirsches gebildet.

Um den Tierbestand jedoch zu retten und auch deutlich kostengünstiger an diesen Duftstoff heranzukommen wird er mittlerweile synthetisch hergestellt. Ob natürlich oder synthetisch – seine verführerische Wirkung behält der Duft in jedem Fall. Auch Amber weist einen tierischen Ursprung aus dem Pottwal auf, wird heutzutage jedoch ebenfalls synthetisch hergestellt, um die Tierart zu schützen. Amber riecht weich und warm, hat aber auch eine markante Note, die an Tabak erinnert. Aufgetragen auf den Nacken entfaltet Amber eine sehr sinnliche, gefühlvolle Wirkung und ruft bei Männern angeblich den Beschützerinstinkt wach.

 

Unsere nächste Frage an Marc vom Ende: Gibt es neben diesen „klassischen Verführern“ neue Duftnoten, die noch nicht sehr bekannt sind?, beantwortet der Experte so:  „Warme, feminin und weich interpretierte Holznoten faszinieren immer mehr Duftliebhaber. Und auch der angenehme Duft von sonnengebräunter Haut am Strand, erzeugt durch Salicylate, vermittelt Wohlgefühl“ führt Marc vom Ende weiter aus.

 

Auf die Frage, welche drei Damendüfte er spontan benennen würde, die er mit dem Wort „super-sexy“ verbindet, antwortet unser Experte von Symrise folgendes:  „Das hängt wieder von vielen subjektiven Faktoren ab. Für mich verkörpert Shalimar von Guerlain alle Eigenschaften einer geheimnisvollen Frau. Seine verlockende weiche orientalische Pudrigkeit kombiniert mit animalischen Noten finde ich atemberaubend. Sehr apart duftet für mich auch L´Instant von Guerlain mit seiner Note von sonnengebräunter Haut. Ebenso schätze ich den Kontrast aus geradliniger Geschäftsfrau und dem Reiz verborgener Sinnlichkeit aus Moschus und glatter gepflegter Haut wie in einem Boss Orange Woman.“

Bildnachweis: ponomarencko – Fotolia / Textnachweis: beautypress.de

 

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