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Werden frittierte Heuschrecken das Menü der Zukunft?

frittierte Heuschrecken

 

Die neue Fleischeslust

Im Jahr 2016 gab das Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen bekannt, dass Insekten in die Lebensmittelverordnung aufgenommen werden und in Lebensmittelläden erhältlich sein sollen. Welchen gesundheitlichen Nutzen hat der Verzehr von Heuschrecken, Grillen und Mehlwürmern und setzen sich die Snacks auch hierzulande durch?

 

Made oder Speck?

In vielen Teilen der Welt gelten sie als Delikatesse, in den hiesigen Breitengraden sind sie (noch) ein Nahrungstabu: Obwohl Insekten etwa doppelt so viele Proteine enthalten wie Fleisch oder Fisch, haben viele Menschen einen Ekel davor, sie zu essen. Als „vierflügeliges Geflügel“ bezeichnete sie schon der griechische Dichter Aristophanes und auch vor einiger Zeit warb die UN für mehr Insekten auf dem Speiseplan. Mit ihrem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, viel Eisen, Mineralien und Vitaminen ist die artenreichste Tiergruppe aber nicht nur sehr gesund. Im Gegensatz zur Massentierhaltung hinterlassen sie einen niedrigen umweltbedingten Fußabdruck, denn sie produzieren weniger Treibhausgase und Ammoniak als Kühe oder Schweine und benötigen deutlich weniger Land und Wasser.

 

Feed the world?

Insekten sind seit jeher Bestandteil der menschlichen Ernährung. Auch heute leisten sie einen großen Beitrag dazu, weltweit ca. zwei Milliarden Menschen satt zu machen. Aufgrund der wachsenden Weltbevölkerung und dem damit verbundenen steigenden Bedarf an Lebensmitteln sehen Experten in der sog. Entomophagie daher eine Möglichkeit, den Hunger auf der Welt zu stillen. Die Schweiz geht hier mit gutem Beispiel voran, denn seit 2016 sind dort Insekten in Lebensmittelläden erhältlich.

 

Genuss oder Graus?

Ob sich dieser Trend auch hierzulande durchsetzen kann, ist fraglich. Die meisten Menschen fühlen sich allein durch den Anblick von Heuschrecken, Maden oder Mehlwürmern angeekelt. Zwar ist der Mensch als „Allesfresser“ für den Verzehr von Insekten geeignet, ob sich der Trend gegen Steak und Schnitzel jedoch durchsetzen kann, darf bezweifelt werden.

Bildnachweis: Pixabay / Textnachweis: livingpress.de

 

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