Tipps zum Tapezieren – So kann nichts schiefgehen!

Der Klassiker Raufaser

Die einfachste Tapetenart zum Tapezieren ist die Raufaser. Selbst Tapezieranfängern gelingt es, Raufaser ansatzfrei zu verkleben. Diese Tapetenart ist zudem mehrfach überstreichbar und lässt sich wieder restlos entfernen. Im Gegensatz zu Prägetapeten können Raufasertapeten mit einer Schere geschnitten oder entlang eines speziellen Lineals gerissen werden. Außerdem sind sie atmungsaktiv und formstabil. Der große Vorteil von Raufaser ist, dass die Tapeten auch nach mehrfachem Überstreichen mit Farbe noch immer gut aussehen. Dank der leicht strukturierten Oberfläche werden Unebenheiten und kleine Risse ausgeglichen. Diese Struktur entsteht durch unterschiedlich große Holzfasern, die zwischen den Papierschichten liegen. Dies macht sie reißfest und robust, selbst in nassem Zustand.

 

Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten / Letzte Aktualisierung am 20.09.2021 um 05:56 Uhr / Der angegebene Preis kann seit der letzten Aktualisierung gestiegen sein. Maßgeblich für den Verkauf ist der tatsächliche Preis des Produkts, der zum Zeitpunkt des Kaufs auf der Website des Verkäufers stand. Eine Echtzeit-Aktualisierung der vorstehend angegebenen Preise ist technisch nicht möglich. / Bilder von der Amazon Product Advertising API / *Werbelinks

 

Back to the Seventies – Papiertapeten

Papiertapeten bestehen aus zwei Papierschichten. Die obere Schicht ist farbig bedruckt und im günstigsten Fall extrem lichtbeständig, damit ein Verblassen durch Tageslicht vermieden oder verzögert werden kann. Papiertapeten kennt man aus den 70er Jahren mit bunten Mustern, aber auch in Kinderzimmern sind sie mit Comicaufdrucken sehr beliebt. Inzwischen stellen auch immer mehr Designer Papiertapeten mit exklusiven Mustern her. Auch Papiertapeten sind relativ einfach zu verarbeiten. Allerdings muss bei Mustern beachtet werden, dass der Ansatz passgenau ist.

 

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Immer beliebter – Profiltapeten

Mit ihrem reliefartigen Design und dem dreidimensionalen Effekt sind die Profiltapeten derzeit der Renner im Baumarkt. Profiltapeten gehören zwar zu den kostspieligeren Wandverzierungen, sind aber sehr robust, lichtbeständig, nur schwer entflammbar und haben eine hohe Atmungsaktivität. Daher eignen sie sich auch für Küche und Badezimmer. Die Rückseite ist glatt und kann auch mit Kleistergeräten beklebt werden.

 

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Gemütlich, aber schwierig zu tapezieren – Textiltapeten

Auch hier besteht die untere Schicht aus Papier. Darauf werden textiles Gewebe oder Kettfäden aus unterschiedlichsten Naturfasern, aber auch Kunststofffasern angebracht. Textiltapeten werden mit Kleister tapeziert, der hier jedoch eine längere Einwirkzeit von ca. 20 Minuten hat. Anfänger sollten von diesen Tapeten lieber die Finger lassen, denn die Oberfläche ist extrem empfindlich und geht beim Tapezieren leicht kaputt.

 

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Untergrund

Die Vorbereitung des Untergrundes ist sehr wichtig – für das Tapezieren muss er sauber, glatt, trocken und saugfähig sein. Wird über einen alten Anstrich tapeziert, muss auch dessen Tragfähigkeit getestet werden: Mit einem scharfen Messer wird die Farbe angeritzt und darauf ein Stück Klebeband angebracht. Sind nach dem (ruckartigen) Abziehen des Klebestreifens darauf noch Farbpartikel enthalten, ist der alte Anstrich bröckelig und nicht tragfähig genug. Er muss also vor dem Tapezieren komplett entfernt werden.

 

Kleister

Achten Sie auf die Angaben der Tapetenverpackung, denn bestimmte Tapetenarten benötigen einen speziellen Kleister!

 

Schutzausstattung

Arbeitshandschuhe (am besten aus Latex – für mehr Fingerspitzengefühl) und eine Schutzbrille sind für die persönliche Arbeitssicherheit unerlässlich. Möbel und Bodenbeläge schützt man mit Planen. Leisten und Steckdosen sollten entfernt werden.

 

Zuschneiden der Tapetenbahnen

Zur benötigten Bahnenlänge sollten oben 6 und unten 4 Zentimeter hinzugefügt werden. Die Tapetenbahn mit der Rückseite nach oben auf dem Tapeziertisch ausrollen und mit einem Tapetenmesser oder einer Tapezierschere abschneiden. Die erste Tapetenbahn kann als Muster für die weiteren Zuschnitte benutzt werden. Achtung bei Mustertapeten!

 

Einkleistern

Je schwerer die Tapete ist, umso dicker sollte der Kleister sein. Diesen lieber zu dick als zu dünn anrühren, denn verdünnen lässt sich der Kleister ganz einfach durch ein bisschen mehr Wasser. Die Tapetenbahn von der Mitte her zu den beiden Enden mit einer Kleisterbürste gleichmäßig bis hin zu den Rändern einkleistern. Anschließend auf der einen Seite 1/3 einklappen, auf der anderen Seite 2/3 einklappen, so dass die Kleisterflächen aufeinanderliegen, und ca. 10 Minuten einweichen lassen.

 

Anbringen der Tapetenbahnen

Je nach Tapetenart kann der Untergrund vorher mit verdünnten Kleister angestrichen werden – das ermöglicht ein einfaches Verschieben, wenn die Bahn schon an der Wand sitzt. Für die erste Bahn eine Markierungshilfe setzen: Mit einem Lot einen senkrechten Strich auf die Wand zeichnen und die erste Bahn daran ausrichten. Den Überstand an Decke und Boden beachten. Er wird später abgeschnitten. Die Bahn vorsichtig auffalten und an die Markierungslinie schieben. Von oben nach unten und von der Mitte nach außen mit einer Tapezierbürste oder Tapezierrolle feststreichen. Nun an der ersten Bahn orientieren und ab und zu mit dem Lot überprüfen. Nähte zwischen den einzelnen Bahnen mit einem Nahtroller glatt streichen. Damit die Tapete optimal trocknen kann, sollte die Raumtemperatur etwa 20 Grad betragen. Fenster zulassen, damit keine Zugluft entsteht. Tipp bei Mustertapeten: Auf Augenhöhe fallen Versatzfehler am schnellsten auf – daher die Tapentenbahnen auf Augenhöhe ausrichten.

 

Entsorgung

Da z. B. hochwertige Raufasertapeten heute zu 90% aus Recycling-Fasern bestehen, können Tapetenreste problemlos über den Hausmüll entsorgt werden und müssen nicht als Bauschutt oder ähnliches deklariert werden. Keinesfalls dürfen sie aber in die Papiertonne gegeben werden.

Bildnachweis: Pixabay / Textnachweis: livingpress.de

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