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Modetrends Herbst-Winter 2017/18

Ein haariger Trend

Pelz, so weit das Auge reicht! Für die kommende Herbst-Winter Saison sollte man sich besser ein dickes Fell zulegen – und das im wörtlichen Sinne. Zahlreiche Designer schwören auf den Pelzmantel* als Begleiter an eisigen Tagen. Inspiriert vom klassischen Vintage gab es auf den Modeschauen schwere, lange Modelle in natürlichen Farbtönen zu sehen, wie etwa bei Dries van Noten, Emilio Pucci, Marc Jacobs, Miu Miu, Michael Kors und Louis Vuitton. Sie zeigen sich in allen Farben des Regenbogens, was sie zum absoluten Blickfang macht: Sowohl lebendige Schattierungen stellen die graue Tristesse des Herbstes in den Schatten als auch subtile Pastelle.

 

Einmal dick einpacken bitte!

Frostbeulen können es kaum erwarten, sich endlich wieder in dicke Wollpullis*, Bomberjacken* und kuschelige Wintermäntel* zu hüllen. Glücklicherweise bietet die Herbst- und Wintermode aber nicht nur Teile, die einen warm umhüllen, sondern auch modisch ins Rampenlicht rücken. Wie gut, dass diese Saison mit einer Fülle an Formen, Texturen, Farben und Längen aufwartet. Im klassischen Look überzeugen die Kollektionen von Saint Laurent, Sonia Rykiel, Diesel und Nicholas K. Proenza Schouler zeigt mit einem schwarzen Lammfell-Mantel ein besonders außergewöhnliches Stück – ganz nach dem Motto black is beautiful!

 

Cool & The Übergang

Strickjacken sind die ideale Lösung für die Übergangszeit. Ob der siebte Earl of Cardigan, James Thomas Brudenell, ahnte, dass er mit seiner aus der Not geborenen Erfindung gegen die Kälteprobleme im Krimkrieg ein modisches Highlight geschaffen hatte? Schon lange hat die Strickjacke* ihr spießig-braves Image abgelegt, denn neben schlichten Modellen mit geraden Schnitten und Knopfleisten sorgen lässige Teile – z. B. in Oversize und aus grobem Strick – oder elegante, stilvolle Jäckchen für mehr Pepp. Frauen haben gleich mehrere Strickjacken in ihren Lieblingsfarben vorrätig – eben ein Cardigan für alle Fälle.

 

These boots…

Was unsere Laufwerkzeuge angeht, so führt der Weg in dieser Saison zielstrebig in Richtung trendige Vielfalt: Ob derbe Stiefel*, Glitzer-Pumps* oder Overknees* – alles ist erlaubt! Als Trendfarbe für den Herbst kann eindeutig Rot ausgemacht werden, das u. a. bei Bottega Veneta, Fendi, Dolce & Gabbana und Narciso Rodriguez den Ton angab. Ob Miu Miu mit den roten Fell-Boots samt Gürtelschnalle jedoch den allgemeinen Geschmack getroffen hat, darf bezweifelt werden. Auf jeden Fall ziehen diese Schuhe alle Blicke auf sich, genau wie die glitzernden Pumps von Isabel Marant – für einen besonders glanzvollen Auftritt.

 

Winterlich von Kopf bis Fuß

Nicht nur als Kleidungsstücke sind Fell, Pelz & Co. ideal für die kalte Jahreszeit, sondern auch bei Accessoires. Eine mit Fell gefütterte Mütze* oder Ohrenschützer* sind kuschelige Begleiter bei eisigem Wind. Und ohne warmhaltende Fellstiefel ist es fast schon unvorstellbar, den Winter zu überstehen. Fell muss dabei nicht unbedingt nur seine Funktion erfüllen und wohl warm halten, sondern darf sich auch dekorativ an Stiefeln, kurzen Boots und auch Pumps wiederfinden.

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Midseason Kombis – Ideale Outfits für die Übergangszeit

Was ziehe ich bloß an?

Jedes Jahr im Spätsommer stellt sich die Frage: Was ziehe ich bloß an? Denn während es im Laufe des Tages noch warm ist, kann es am Abend ganz schön auffrischen. Die Lieblings-Sommerteile will man noch nicht loslassen – für die Herbst-Winter-Garderobe ist es aber noch zu früh. Diese Teile ergänzen sich in der Midseason besonders schön.

 

Sommernachtstraum

Die Midseason-Ware hängt längst im Schaufenster, der Schlussverkauf ist in vollem Gange – und plötzlich hat man sich in ein luftig leichtes Sommerkleid verliebt! Doch was tun, wenn die Sonne sich nur noch sporadisch zeigt? Am besten lässt man sich zum Objekt der Begierde gleich die grobe Strickjacke* aus der aktuellen Kollektion einpacken und schon wird das Sommerkleid* zum idealen Outfit für die Übergangszeit.

Liebgewonnene Teile aus Spitze, Kleider mit Blümchen-Prints, Tuniken oder schulterfreie Tops* erleben in Midseason Kombis noch einen letzten Sommerflirt, bevor sie sich in ihre Winterpause begeben. Unter Blazer und Trenchcoat* sorgt ein Sommerkleid auch bei schlechtem Wetter für einen modischen Auftritt. Dank des Zwiebel-Looks kann man je nach Wetterlage die verschiedenen Lagen ablegen. Gepaart wird das Ganze mit passenden Strumpfhosen, während die Sandalen durch elegante Pumps* oder stylische Stiefel ersetzt werden können.

 

Die Übergangszeit rocken

Statt feminin und elegant wird das Sommerkleid mit Lederjacke, flachen Sneakern oder angesagten Boots sportlich bis rockig aufgestylt. Ein weißer Maxirock* – zur rockigen Lederjacke* und angesagten Ankle Boots kombiniert – kann so auch in der Übergangszeit getragen werden. Wer es eleganter möchte, trägt zu Minirock oder Kleid einfarbige dunkle Strumpfhosen und Blazer. Dazu passen Pumps, flache Schnürstiefel oder Ankle Boots*.

 

Der geheime Garten

Blumenmotive sind ein beliebtes Motiv in der Mode und werden auch in Herbst und Winter nicht ausgespart. Auf Blusen* und Tops sehen sie besonders stilvoll aus und schaffen eine interessante Abwechslung. Ideal ist es, wenn Rock oder Hose, die dazu gewählt werden, sich farblich im Muster widerspiegeln. Florale Designs sind mit vielen Stilen kompatibel: Ob Boho Chic, mädchenhaft romantisch oder sportlich modern – z. B. in Kombination mit Sneakern*. Seidenschals*, Taschen* und Schuhe mit Blumendrucken geben dem Outfit noch einen feminin-sommerlichen Touch, bevor man sich auf den Herbst einstellen muss.

 

Go „West“!

Westen* sind ein ideales Kleidungsstück für die Übergangszeit. Im Gegensatz zum Mantel wird das Outfit durch sie nicht komplett verdeckt. Je nach Wetterlage lassen sie sich hervorragend mit Shirts*, Tops und Kleidern kombinieren. An kühleren Tagen sind sie der perfekte Überwurf über einen Pullover* oder ein Longsleeve. Besonders angesagt sind Fellwesten (natürlich fake fur!), die in der kalten Jahreszeit auf stylische Weise für wohlige Wärme sorgen. Sie haben das Potential, einen schlichten Look zum absoluten Trend-Outfit zu verwandeln.

 

Sommer, Herbst und Übergangszeit

Nicht zwangsläufig müssen aber Sommerteile im Mittelpunkt einer Midseason Kombi stehen. Ebenso gut kann man auch Stücke aus der aktuellen Kollektion zum Eyecatcher des Outfits machen. Eine schicke Hemdbluse kann dabei zur sommerlichen Dreiviertelhose kombiniert werden. Ein übergroßer Strickponcho* wird zur Leggins getragen. Stylische Gürtel betonen die Taille und lassen die Figur schlanker wirken. Wenn die Temperaturen sinken, wird einfach ein farblich passender Schal oder ein Tuch um den Hals geschlungen. Echte Fashionistas kombinieren dazu noch einen coolen Hut*.

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Die Powerfarbe Rot dominiert die Mode Herbst-Winter 2016/17

Rot wird die kommende Herbst-Winter‐Saison aufmischen!

Die Powerfarbe zeigt in all ihren Abstufungen und Facetten, dass sie sowohl weiblich-verführerisch als auch selbstbewusst und dominierend‐aufdringlich sein kann. Ob leuchtendes Signalrot, tiefes Kaminrot, satte Burgund- und Bordeaux-Nuancen oder dunkles, beinahe ins Braun übergehendes Rot – dieser Herbst wird modisch zum „Red Light District“!

 

Rotwerden erwünscht!

Nicht jedes Rot steht jedem Typ: Ein leuchtender, gelbstichiger Ton lässt helle Hauttypen beispielsweise schnell zusätzlich erblassen – sie sollten lieber feuriges, kräftiges Rot wählen, besonders bei blondem oder hellbraunem Haar. Blake Lively und Kate Winslet, beide blond und mit hellhäutigem, leicht rosigem Teint, sind nur einige Beispiele der Stars und Sternchen, die regelmäßig auf diesen Look zurückgreifen, um auf dem roten Teppich garantiert im Mittelpunkt zu stehen. Kirschrot steht mit seinem bläulichen Unterton eher kühlen Farbtypen mit blondem Haar, dunkleres Weinrot dagegen schmeichelt dem dunkelhaarigen Wintertyp besonders.

Warmes Tomatenrot tragen am besten brünette Beautys mit gebräunter Haut – dann passen durchaus auch Pinktöne zum Outfit. Auch orangerotes Koralle unterstreicht eine leichte Sommerbräune wunderbar. Dunkles Rot à la Marsala steht übrigens den verschiedensten (Farb-)Typen, kann sowohl mit Gold- als auch mit Silberaccessoires kombiniert werden. Der einstige Pantone-Trendton wird diese Saison übrigens durch zwei Farben des neuen Color Reports für Herbst und Winter ausgetauscht: Das tomatenrote Aurora Red und das rauchig-kühle Dusty Cedar kämpfen darum, der neue Fashion-Liebling zu werden!

 

Red Light Catwalk

Rot zieht die Aufmerksamkeit auf sich – das wissen auch die Designer, die auch bei den Herbst-Winter-Schauen nicht auf den kraftvollen Ton verzichten konnten. Während manche die Powerfarbe eher sparsam einsetzten, entschieden sich andere gleich für einen Allover-Look. Gucci zeigte, dass strahlendes Korallenrot wunderbar zu knalligen Aquatönen passt, Loewe kombinierte Signalrot zu Bordeaux. Guido Maria Kretschmer setzte dagegen auf „pretty in pink“ und kleidete seine Models in Tops, Blusen und Mänteln in auffallendem Pinkrot. Die dunkelroten Haare, Lippen und Accessoires der Models passten dabei wunderbar zu diesem leuchtenden Eyecatcher-Ton! Chanel entschied sich dagegen für gewohnt klassische Töne und präsentierte einen Mantel in tiefstem Dunkelrot, Stella McCartney bevorzugte die tomatenrote Allover-Variante.

 

Red, Red, Red: Das passt zur Powerfarbe

Als Power-Look von Kopf bis Fuß ist Rot perfekt für diejenigen, die keine Angst haben, im Mittelpunkt zu stehen. Andere können die Farbe erst einmal sparsamer dosieren – durchaus auch mit einzelnen Accessoires, die jedes schlichte Outfit frech aufpeppen. Schön dazu: Farblich passender Lippenstift und Nagellack. Zum roten Kleid passen Lippen im gleichen Ton, das Augen-Make-up sollte dann jedoch sehr dezent gehalten werden. Schwarz und Weiß lassen sich mit den meisten Rottönen perfekt kombinieren, dunkles Blau passt beispielsweise zu kühlen, blaustichigen Tönen wie Kirschrot oder Weinrot. Für weniger starke Kontraste eignen sich wiederum Grau-, Creme- und Nudetöne.

Bildnachweis: Pixabay / Textnachweis: fashionpress.de

Indian Summer – Gekleidet in den Farben des Herbstwaldes

Strahlende Herbstfarben

In den USA zeigt sich die Natur im Herbst von ihrer farbenfrohesten Seite: Bei strahlendem Sonnenschein und klarblauem Himmel erstrahlt sie in atemberaubend schönen Gelb-, Orange-, Rot- und Grüntönen. Hierzulande sieht die Realität im Herbst jedoch meist anders aus: Bei grauen Wolken, frischem Wind und braun-tristen Laubblättern kann man von der Schönheit des „indianischen“ Sommers nur träumen. Grund genug, um die strahlenden Herbstfarben wenigstens in der Mode zu präsentieren!

 

Von wegen alter Wein!

Letztes Jahr war Marsala, die Pantone Farbe des Jahres 2015, groß im Trend. Da die diesjährigen Töne, Serenity-Blau und Rosenquartz, eher zu Frühling und Sommer passen, wird die likörweinrote Fashion auch diese Saison noch getragen – und das gerne auch in einer kräftigeren Nuance. Einem olivfarbenen Teint schmeichelt die Farbe dabei besonders gut – doch keine Sorge, wenn die Sommerbräune bereits verblasst ist – auch hellen Porzellanteints steht dunkles Rot ausgezeichnet. Der Ton kann dabei mit Olivgrün, Schwarz und Weiß kombiniert werden, während ihn neutrale Stein- und Erdtöne, z. B. auch Taupe, richtig zum Strahlen bringen. Ungewöhnlich, erfrischend und bezaubernd sind dahingegen knalliges Türkis, mutiges Pink oder selbst leuchtendes Signalrot – das bringt faszinierende Farbe in die dunkle Jahreszeit!

 

Oh là là, Orange!

In der herbstlichen Natur unschlagbar – doch in der Fashion zählt Orange nicht gerade zu den Tönen, die jedem Hauttyp stehen und mit den meisten Farben problemlos kombiniert werden können. Ein Grund, weshalb blassere Beautys normalerweise gerne einen großen Bogen um die Farbe machen. Dabei stehen auch dem klassischen Frühlingstyp nicht nur knalliges Orange und Orangerot, sondern auch durchaus hellere Töne, die einen hohen Anteil Weiß enthalten, beispielsweise frisches, klares Apricot.

Auch der Trendton Koralle, der Mix aus Orange und Pink, passt gut zu diesem Farbtyp. Der Sommertyp, dessen Teint oftmals einen bläulichen Unterton hat, trägt lieber ein Orange mit Blaustich, sollte jedoch darauf achten, dass ihn die Farbe wirklich nicht zu blass macht – ideale Voraussetzung ist ein sommerlich gebräunter Teint. Wintertypen erblassen dagegen sowohl bei kräftigem Orange als auch bei hellem Apricot – den Orange-Trend sollten sie höchstens an einzelnen Accessoires oder vorsichtig in Mustern ausprobieren. Keine Überraschung ist, dass die Farbe Herbsttypen am besten steht – gerne auch als feurige, leuchtende Variante, die bei der meist etwas dunkleren gold- oder bronzefarbenen Haut und dem brünetten Haar besonders gut zur Geltung kommt. Passende „Kombinationspartner“ sind u .a. Schwarz, Weiß, Grau, Blaugrau, Türkis, Olivgrün, Khaki, Dunkelrot und Braun.

 

Hello Yellow!

Welche Farbe leuchtet unter einem strahlend blauen Herbsthimmel schöner als Gelb? Hier ist der fröhliche Sonnenschein-Ton einfach unschlagbar. In der Fashion ist das schon schwieriger: Blonde Gelb-Fans mit sehr hellem Teint, die im Komplett-Look leider oft blass wirken, sollten die Farbe zwar nicht unbedingt in der Nähe des Gesichts tragen, können aber gerne zu Hosen, Röcken oder Accessoires greifen oder Vanille- und Champagnertöne ausprobieren. Auf gebräunter Haut und zu dunklem Haar wirken dagegen kühle Lemon-Nuancen am schönsten.

 

Beautiful Brown!

Neben strahlendem Gold, sattem Rot und leuchtendem Grün gehört warmes Braun ebenfalls zu den typischen Herbstfarben. Die Farbe symbolisiert die Natur, erdet und beruhigt – und weckt ganz nebenbei auch positive Assoziationen an Holz, Schokolade und Espresso. Auch in der Fashion sind Brauntöne in letzter Zeit immer beliebter geworden! Dabei kämpfen sie nach wie vor mit dem Vorwurf, langweilig und altbacken zu sein – schnell denkt man an strenge Uniformen, biedere Business-Kostüme und den unmodernen Retro-Stil der 60er- und 70er-Jahre. Deshalb kommt es für einen trendigen Look in Braun auf die richtige Kombination aus Schnitt, Textil, Accessoires und das auflockernde Zusammenspiel mit anderen Farbtönen an!

Moderne Brauntöne sind tief, warm, elegant und durchaus luxuriös – und dabei weniger kompromisslos und hart als Schwarz, vielmehr sind sie offener und aufgeschlossener. Kombinieren lässt sich die Mischfarbe zwar gut mit anderen Brauntönen, doch auch Rosa, Fuchsia, helles Türkis und Hellblau können als Farbtupfer eingesetzt werden. Ebenso stimmt bei anderen typischen Herbstfarben wie strahlendem Gelb, natürlichem Grün und leuchtendem Orange die Harmonie – ein Grund, farbtechnisch einmal mehr zu wagen. Vorsicht bei Brauntönen und Schwarz – gerade bei letzterem wird vom Kombinieren oft abgeraten. Dabei passen bestimmte Brauntöne durchaus zu Schwarz und können – beispielsweise in einem Muster miteinander ergänzt – ebenfalls harmonieren.

Bildnachweis: Pixabay / Textnachweis: fashionpress.de

Ausgefallene Materialien prägen die Schuhmode Herbst-Winter 2016/17

Spektakuläre Kreationen

Die Newcomer der Saison kommen auf flachen Sohlen, schmalen Absätzen oder atemberaubenden Plateaus daher, in schimmerndem Samt, wildem Kroko oder strahlendem Metallic. Bei den Fashion Shows für Herbst und Winter staunte das Publikum über die teilweise sehr ausgefallene Schuhmode, die sich die Designer für die kalte Jahreszeit ausgedacht hatten. Doch neben spektakulären Kreationen gibt es dieses Jahr wie gewohnt auch ganz „bodenständige“ Trends. Mit den neuen Modellen ist man diese Saison „gut zu Fuß“ unterwegs.

 

Einen guten Absatz finden

Die 90er sind weiterhin angesagt. Und was verkörpert die aufgedrehten Nineties in der Schuhmode wohl besser als hohe Plateausohlen à la Spice Girls? Vera Wang, Marc Jacobs, Cavalli und Fendi sind nur einige der Designer, die auf den Fashion Shows mit ihren Interpretationen des Trends hoch hinaus wollten. Hier wurden Modelle aus Lack, Leder und Latex präsentiert, in Knallerfarben oder Grunge-Schwarz, zum Schnüren oder Schnallen, eher klassisch oder extravagant mit schwindelerregend hohem XXL-Absatz. Wer dem Plateau-Trend keine Plattform bieten möchte, kann sich dagegen auch für einen dezenten Kitten Heel entscheiden. Oder soll es vielleicht ein Absatz aus Holz sein – wie bei Valentino oder Hugo Boss? Die Auswahl ist groß!

 

Lack, Leder und Samt

Schimmernder Samt, besonders in dunklen oder goldenen Tönen, passt ideal zur kalten Jahreszeit. Das zeigt sich jetzt auch an den Schuhen: Phillip Lim, Dries Van Noten, Erdem und Haider Ackermann zeigten bei den Fashion Shows schicke Boots, während Derek Lam auf edle Pumps setzte und Valentino mit Sandaletten mutig den kalten Temperaturen trotzte. Neben dem edlen Samt sah man auf den Laufstegen – neben dem Klassiker Leder – auch Modelle aus Krokodil oder Schlange, softes Veloursleder oder glänzenden Lack. Ebenso werden haarige und flauschige Effekte eingesetzt.

 

Magic Metallic

Glänzende Aussichten: Diese Saison funkeln nicht nur die Lichter festlicher Winterdekorationen, sondern auch die shiny Schuhmodelle in Bronze, Silber und Gold. Diese festlichen Töne passen zwar wunderbar zu eleganten Stiefeln und Pumps, doch einige der Designer kleiden auch sportliche Stiefeletten und praktische Treckingsandalen in die schimmernden Metallics. Proenza Schouler kombiniert sogar gleich zwei verschiedene Glanzeffekte: Ihre Aluminiumsilber glänzenden Stiefeletten sind mit einem Absatz und einer Schuhspitze aus glattem, spiegelnden Silber verziert.

 

Nette Stiefelette

Stiefeletten haben sich längst etabliert – und sie sind einfach cooler, sportlicher und lässiger als hohe Stiefel! Auch diese Saison gibt es wieder eine Vielzahl spannender Modelle: Klobig und mit unzähligen Nieten wie bei Burberry Prorsum, elegant in Tannengrün bei Derek Lam, mit längerem Schaft wie bei Tommy Hilfiger und Chanel oder bis knapp über den Knöchel wie bei Salvatore Ferragamo und Missoni. Mit diesen Modellen stiefeln Fashionistas nur zu gern durch den Herbst!

 

Sich am Riemen reißen

Bei den Schuhen wird dieses Jahr nicht nur geschnürt, sondern auch geschnallt!  Entweder mit vielen kleinen Riemchen wie bei Mary Katrantzou, Bottega Veneta und Giambattista Valli – wo sich gladiatorengleich eine Vielzahl schwarzer Riemen bis knapp unters Knie ringelt – oder mit einzelnen großen Statement-Schnallen wie bei Mulberry, Prada und Burberry. Gerade bei halboffenen Schuhen erinnern die einzelnen Riemen an einen frechen Schulmädchenlook. Unterstrichen wird dies durch einen weiteren Trend, der auch bei anderen Schuhmodellen zum Einsatz kommt: Kurze oder lange Socken, die hier kein Fashion-Fauxpas sind, sondern wie stylische Accessoires eingesetzt werden – selbst wenn das Modell an den Zehen offen ist. Es könnte jedoch etwas dauern, bis diesen Trend alle „geschnallt“ haben…

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